Förderung

Förderung, Eigenverbrauch und ZEV

Was der Bund beiträgt, was der Kanton abzieht — und warum der Eigenverbrauch am Ende mehr bringt als jede Förderung.

Einmalvergütung des Bundes

Für Photovoltaikanlagen leistet der Bund über Pronovo einen einmaligen Investitionsbeitrag. Er setzt sich aus einem Grundbeitrag und einem leistungsabhängigen Anteil pro Kilowatt zusammen, und wird nach Inbetriebnahme ausbezahlt.

Die Ansätze werden periodisch angepasst. Wir prüfen den aktuell gültigen Satz für Ihre Anlagengrösse und reichen das Gesuch ein — die Anmeldung gehört bei uns zum Auftrag, nicht zu Ihren Hausaufgaben.

Kantonale Steuerabzüge

Die meisten Kantone lassen die Investition in eine Photovoltaikanlage beim Liegenschaftsunterhalt in Abzug bringen. Wie viel das wert ist, hängt vom Kanton, vom Steuersatz und davon ab, ob der Abzug auf mehrere Jahre verteilt werden kann.

Die Unterschiede zwischen den Kantonen sind erheblich. Da es um Ihre persönliche Steuersituation geht, ist das ein Punkt für Ihre Steuerberatung — wir liefern die Belege und die Aufteilung der Kosten so, dass der Abzug sauber geltend gemacht werden kann.

Gemeinden und Stadtwerke

Einzelne Gemeinden und Energieversorger leisten eigene Beiträge, teils an die Anlage, teils an den Speicher oder die Ladestation. Diese Programme sind lokal, befristet und werden selten gross angekündigt. Wir prüfen sie für Ihre Adresse, bevor die Offerte steht.

Eigenverbrauch: die Zahl, die wirklich entscheidet

Eine Kilowattstunde, die Sie ins Netz einspeisen, bringt den Rücklieferpreis Ihres Netzbetreibers. Dieselbe Kilowattstunde, die Sie selbst verbrauchen, spart den vollen Bezugstarif. Zwischen diesen beiden Zahlen liegt ein Faktor, der über die ganze Lebensdauer der Anlage mehr ausmacht als jeder Förderbeitrag.

Daraus folgt eine einfache Regel: Die Anlage wird nicht auf maximale Produktion ausgelegt, sondern auf maximalen Eigenverbrauch. Beim Carport spielt das besonders gut zusammen — das grösste steuerbare Verbrauchsgerät des Haushalts steht ohnehin schon darunter.

Ein Solarcarport mit Wallbox erreicht typischerweise einen deutlich höheren Eigenverbrauchsanteil als eine gleich grosse Dachanlage ohne Ladepunkt. Nicht weil er mehr produziert, sondern weil der Strom dort verbraucht wird, wo er entsteht.

Batteriespeicher

Ein Speicher verschiebt die Mittagsproduktion in den Abend. Er lohnt sich, wenn tagsüber niemand zu Hause ist und die Bezugstarife hoch sind. Unter einer gewissen Anlagengrösse rechnet er sich nicht — wir sagen es Ihnen, statt ihn pauschal mitzuverkaufen.

Lastmanagement

Bei mehreren Ladepunkten verteilt eine Steuerung die verfügbare Leistung. Das verhindert Lastspitzen und spart bei Gewerbebetrieben den teuersten Teil der Stromrechnung.

ZEV: Zusammenschluss zum Eigenverbrauch

Für Mehrfamilienhäuser, Stockwerkeigentum und Überbauungen ist der ZEV das entscheidende Instrument. Statt den Überschuss zum tiefen Rücklieferpreis abfliessen zu lassen, wird der Solarstrom intern an die Bewohnerinnen und Bewohner verrechnet.

Der Zusammenschluss tritt gegenüber dem Netzbetreiber als ein einziger Endverbraucher auf. Hinter dem Hauptzähler wird intern gemessen und abgerechnet.

Wann sich das lohnt

  • Mehrere Parteien auf demselben Grundstück
  • Eine gemeinsame Parkierung, die sich überdachen lässt
  • Ladepunkte, die von mehreren Parteien genutzt werden
  • Ein Verbrauchsprofil, das über den Tag verteilt ist

Was es braucht

  • Eine Vereinbarung zwischen Eigentümerschaft und Teilnehmenden
  • Interne Messeinrichtungen und eine Abrechnungslösung
  • Anmeldung beim Netzbetreiber

Beim Carport ist der ZEV oft der Grund, warum das Projekt überhaupt aufgeht: Die Parkierung gehört allen, der Strom auch.

Was in Ihrem Fall zusammenkommt

Einmalvergütung, kantonaler Abzug, lokale Beiträge und der Eigenverbrauch — in einer Rechnung.

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