Solarcarport für Unternehmen: Mitarbeiterparkplätze mit Photovoltaik

Solarcarport für Unternehmen: Mitarbeiterparkplätze mit Photovoltaik

Bestehende Parkflächen produzieren Strom, laden Flotten und senken den Netzbezug — ohne einen Quadratmeter Betriebsfläche zu verlieren.

Die Fläche ist schon da

Ein Firmenparkplatz ist versiegelt, unbeschattet, meist südlich offen und gehört Ihnen bereits. Er ist damit die einzige grössere Fläche im Betrieb, die sich ohne Nutzungskonflikt in eine Produktionsfläche verwandeln lässt.

Und der Zeitpunkt stimmt: Der Verbrauch eines Betriebs fällt zwischen acht und achtzehn Uhr an — genau dann, wenn eine Anlage produziert. Während beim Einfamilienhaus die Mittagsspitze ins Netz fliesst, wird sie hier direkt verbraucht. Das ist der entscheidende strukturelle Vorteil gegenüber der privaten Anlage.

Typische Ausgangslagen

Der Gewerbebetrieb mit Mitarbeiterparkplatz und wachsendem Stromverbrauch. Das Unternehmen, das seine Flotte elektrifiziert und Ladeinfrastruktur braucht. Die Gemeinde oder Institution mit öffentlichem Parkplatz. Die Überbauung, die Besucherparkplätze überdecken will. Und der Betrieb, dessen Hallendach statisch oder baulich nicht in Frage kommt.

Was bei grösseren Anlagen anders ist

Ab einer gewissen Grösse verschieben sich die bestimmenden Themen. Die Anmeldung beim Netzbetreiber wird anspruchsvoller, die Anschlussleistung muss geprüft werden, und die Frage der Ladeinfrastruktur mit Lastmanagement wird zentral — mehrere Fahrzeuge gleichzeitig an einem Anschluss verlangen Steuerung, nicht nur Kabel.

Baurechtlich gilt dasselbe Prinzip wie beim Privaten, nur mit mehr Beteiligten: der Kanton setzt den Rahmen, die Gemeinde kann strenger sein. Bei öffentlich zugänglichen Parkplätzen kommen Anforderungen an Beleuchtung, Entwässerung und Verkehrsführung dazu.

Und die Schneelast wiegt hier stärker: Bei durchlaufenden Reihen über mehrere Felder summieren sich die Kräfte in den Fundamenten. Eine Reihe von acht Plätzen in einer Gemeinde der Klasse D ist ein anderes Bauwerk als dieselbe Reihe im Mittelland.

Standortwerte prüfenProjekt besprechen

Jede Anlage wird einzeln geplant

Bei Unternehmensprojekten gibt es keine Standardlösung. Wir nehmen die Parkfeldaufteilung auf, die Fahrgassen, die Lage des Trafos und des Hauptverteilers, die verfügbare Anschlussleistung, den Untergrund und die Etappierung — denn der Betrieb muss während der Bauzeit weiterlaufen.

Daraus ergeben sich die Reihenlängen, die Stützenraster, der Werkstoff und die Fundamentart. Nicht aus einem Katalog.

Was Sie von uns erhalten

Eine Aufnahme des Standorts mit der massgebenden Last, eine Auslegung der Struktur, die Planung der Elektro- und Ladeinfrastruktur, das Baugesuch aus dem eigenen Architekturbüro mit unterschriebener Lastberechnung, und eine Offerte mit allen Positionen einzeln aufgeführt.

Unsere Modelle

Welche Ausführung für Ihre Anlage in Frage kommt, ergibt sich aus Lastklasse, Feldgeometrie und Etappierung.

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Eigenverbrauch, Flotte und ZEV

Der wirtschaftliche Hebel liegt nicht in der Förderung, sondern im Eigenverbrauch. Eingespeist bringt eine Kilowattstunde den Rücklieferpreis Ihres Netzbetreibers. Im Betrieb verbraucht spart sie den vollen Bezugstarif — inklusive Netznutzung und Abgaben.

Mit Ladepunkten für Mitarbeitende und Flotte steigt dieser Anteil weiter. Wo mehrere Nutzer oder Parteien beteiligt sind, kommt der Zusammenschluss zum Eigenverbrauch in Frage: Der Solarstrom wird intern verrechnet, statt zum Rücklieferpreis abzufliessen. Dazu kann bei grossen Anlagen der Parkflächenbonus treten.

Ein System, nicht vier Gewerke

Struktur, Module, Wechselrichter, Ladeinfrastruktur, Lastmanagement und Messkonzept werden zusammen ausgelegt und aus einer Hand geliefert.

Förderung und Einmalvergütung · Baubewilligung · Werte nach Gemeinde

Der Parkflächenbonus: eine Förderung, die es nur für Parkflächen gibt

Wer eine grosse Parkfläche überdeckt, kann eine Förderung beanspruchen, die einer Dachanlage verwehrt bleibt. Seit 2025 vergütet der Bund im Rahmen der Einmalvergütung einen Parkflächenbonus — ausdrücklich für Anlagen auf dauerhaften, bisher unüberdachten Parkplatzarealen.

Nach den Angaben von Pronovo beträgt der Bonus CHF 250 pro kW installierter Leistung und wird der Grundvergütung für grosse Photovoltaikanlagen ab 100 kW hinzugefügt. Er ist mit der Einmalvergütung für grosse Anlagen (GREIV) wie mit der hohen Einmalvergütung (HEIV) kombinierbar. Anspruch besteht für Anlagen mit Inbetriebnahme ab dem 1. Januar 2025.

Was das für die Projektrechnung bedeutet

Rein rechnerisch ergibt der offizielle Ansatz bei einer Anlage von 150 kW einen Bonus von 37 500 Franken — zusätzlich zur übrigen Einmalvergütung. Das ist ein theoretisches Rechenbeispiel aus dem veröffentlichten Ansatz, keine Zusage und keine Prognose für Ihr Projekt.

Ein Anspruch entsteht nicht automatisch. Ob Ihre Anlage die Voraussetzungen erfüllt, entscheidet Pronovo im Einzelfall. Wir prüfen die Ausgangslage, rechnen die Leistung und stellen das Gesuch — versprechen können wir das Ergebnis nicht.

Weil die Schwelle bei 100 kW liegt, beeinflusst sie die Auslegung: Ein Projekt knapp darunter erreicht sie unter Umständen durch eine zusätzliche Reihe. Ob das sinnvoll ist, hängt an Ihrem Verbrauch und an der verfügbaren Fläche — wir rechnen beide Varianten.

Alle Instrumente im Überblick: Förderung und Einmalvergütung. Die Werte Ihres Standorts: Standortrechner.

Projekt prüfen lassenFörderung im Detail

Quelle. Pronovo AG, «Neuerungen Einmalvergütung Photovoltaik», Stand der Seite 24.03.2026: pronovo.ch. Sätze und Bedingungen werden periodisch angepasst; massgebend sind die zum Zeitpunkt des Gesuchs geltenden Bestimmungen.

Häufige Fragen von Unternehmen

Lohnt sich ein Solarcarport für einen Betrieb?

Strukturell besser als für ein Einfamilienhaus. Der Verbrauch eines Betriebs fällt zwischen acht und achtzehn Uhr an — genau dann, wenn die Anlage produziert. Während beim Wohnhaus die Mittagsspitze ins Netz fliesst, wird sie hier direkt verbraucht.

Kann während des Betriebs gebaut werden?

Ja. Reihen über Parkflächen werden etappiert, damit ein Teil der Plätze nutzbar bleibt. Die Etappierung planen wir mit Ihnen bei der Standortaufnahme.

Was, wenn auf der Fläche nicht gegraben werden darf?

Dann kommt eine ballastierte Ausführung ohne Erdfundament in Frage. Das ist bei versiegelten Betriebsparkplätzen häufig die einzige Möglichkeit — und sie funktioniert.

Reicht unsere Anschlussleistung?

Das prüfen wir mit Ihrem Netzbetreiber, bevor die Offerte steht. Bei mehreren Ladepunkten kommt ein Lastmanagement dazu, das die verfügbare Leistung verteilt.

Wie wird der Strom auf mehrere Nutzer verteilt?

Über ein Messkonzept. Wo mehrere Parteien beteiligt sind, kommen ZEV, vZEV oder LEG in Frage — siehe ZEV, vZEV und LEG.

Wir schauen uns Ihren Parkplatz an

Senden Sie uns die Adresse und einen Situationsplan oder eine Luftaufnahme mit den Parkfeldern. Wir melden uns für eine Begehung und liefern anschliessend eine Auslegung mit Ertragsrechnung, Eigenverbrauchsanteil und einer Offerte mit allen Positionen.

Für grössere Anlagen planen Sie früh: Bewilligung, Netzanmeldung und Etappierung bestimmen den Terminplan.

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