Was kostet ein Solarcarport?

Was kostet ein Solarcarport?

Wir nennen keinen Preis, bevor wir Ihre Adresse kennen. Diese Seite erklärt, warum — und woraus sich der Preis tatsächlich zusammensetzt.

Warum es keinen Standardpreis gibt

Ein Solarcarport ist kein Katalogartikel, sondern ein Tragwerk auf Ihrem Grundstück. Dieselbe Konfiguration — zwei Plätze, dieselbe Modulfläche, dasselbe Modell — ergibt in zwei Gemeinden zwei verschiedene Bauwerke, weil die Schneelast unterschiedlich ist.

In der Deutschschweiz reicht der Richtwert der Schneelast von rund 90 kg/m² im Rheintal bis über 800 kg/m² in Voralpengemeinden. Das verändert Profilquerschnitte, Stützenabstände und Fundamente — also den grössten Teil der Stahlkosten. Ein Preis, der diese Grösse ignoriert, ignoriert die Statik.

Ein Anbieter, der Ihnen einen Preis nennt, ohne nach Ihrer Adresse zu fragen, hat Ihre Struktur nicht gerechnet. Entweder ist die Zahl für Ihren Standort zu hoch — oder sie hält nicht, was sie verspricht.

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Die Faktoren, in der Reihenfolge ihres Gewichts

1. Die Schneelast Ihres Standorts

Der bestimmende Faktor. Sie ergibt sich aus der Höhenlage und der Zonenkorrektur nach SIA 261 und legt fest, wie viel Stahl überhaupt nötig ist. Den Richtwert Ihrer Ortschaft finden Sie im Atlas oder im Standortrechner.

2. Spannweite und mittlere Stütze

Eine Stützenreihe in der Mitte halbiert die Spannweite und entlastet die gesamte Konstruktion. Verzichtet man darauf, um frei durchfahren zu können, steigen Querschnitte und Fundamente spürbar. Bei hoher Schneelast wird diese Entscheidung zur Hauptfrage des Projekts. Siehe Doppelplatz.

3. Untergrund und Fundamente

Gewachsener Boden, Kies, Beton oder eine Fläche, auf der nicht gegraben werden darf — daraus ergibt sich, ob Punktfundamente, Schraubfundamente oder eine ballastierte Ausführung in Frage kommen. Die Fundamente sind die Position, die am stärksten vom Grundstück abhängt und am wenigsten vom Modell.

4. Konfiguration und Fläche

Der feste Anteil eines Projekts — Anschluss, Wechselrichter, Baugesuch, Anfahrt, Montageaufbau — fällt einmal an, unabhängig von der Grösse. Er verteilt sich bei einem Doppelplatz auf mehr Fläche als beim Einzelplatz. Das ist der Grund, warum der Preis pro Platz mit der Grösse sinkt.

5. Photovoltaikleistung und Elektroinstallation

Module, Wechselrichter, Verkabelung und Abnahmekontrolle. Dazu die Distanz vom Carport bis zum Verteiler im Haus: jeder Meter Graben und Leitung zählt, und diese Distanz sieht man auf keinem Katalogbild.

6. Wallbox und Speicher

Beim Bau mitgeplant kosten Leerrohre fast nichts, nachträglich ein Vielfaches. Ob ein Speicher sinnvoll ist, hängt an Ihrem Verbrauchsprofil — siehe Wallbox und Speicher.

7. Bewilligungsverfahren

Aufwand und Dauer unterscheiden sich je nach Gemeinde und Zone erheblich. In Kernzonen und Ortsbildschutzgebieten kommen Anforderungen an Material und Erscheinung dazu. Siehe Baubewilligung.

8. Was das Grundstück vorgibt

Geländeneigung, Grenzabstände, Zufahrt für das Montagefahrzeug, bestehende Leitungen im Boden, Bäume. Diese Punkte tauchen in keiner Preisliste auf und entscheiden trotzdem mit.

Woran Sie eine vergleichbare Offerte erkennen

Zwei Offerten für denselben Carport können weit auseinanderliegen — nicht weil ein Anbieter teurer ist, sondern weil er mehr enthält. Prüfen Sie, ob die folgenden Positionen einzeln aufgeführt sind:

Die Tragstruktur mit Angabe der zugrunde gelegten Schneelast. Die Fundamente mit ihrer Art. Module und Wechselrichter mit Typ und Leistung. Die Elektroinstallation bis zum Verteiler, inklusive Grabarbeiten. Die Abnahmekontrolle. Das Baugesuch mit Plänen und statischer Berechnung. Die Montage inklusive Anfahrt und Hebemittel. Die Anmeldung beim Netzbetreiber und das Gesuch für die Einmalvergütung.

Fehlt eine dieser Positionen, ist sie nicht gratis — sie kommt später. Am häufigsten fehlen: die Grabarbeiten zum Verteiler, das Baugesuch und die statische Berechnung.

Sie erhalten von uns eine Offerte mit allen Positionen einzeln, dazu eine Ertragsrechnung mit dem zu erwartenden Eigenverbrauchsanteil und eine Übersicht der Einmalvergütung und kantonalen Abzüge für Ihre Adresse.

Häufige Fragen zu den Kosten

Was kostet ein Solarcarport in der Schweiz?

Es gibt keinen Standardpreis, weil ein Solarcarport ein Tragwerk auf Ihrem Grundstück ist. Die Schneelast Ihrer Gemeinde reicht in der Deutschschweiz von rund 90 bis über 800 kg/m² und bestimmt den grössten Teil des Stahlbedarfs. Dazu kommen Untergrund, Spannweite, Modulleistung, Leitungsdistanz und Bewilligungsverfahren. Wir nennen den Preis erst, wenn wir Ihre Adresse kennen.

Warum nennen Sie keinen Richtpreis ab Werk?

Weil er für die meisten Standorte falsch wäre. Dieselbe Konfiguration ergibt in Basel und in einer Voralpengemeinde zwei verschiedene Bauwerke. Ein Preis, der die Schneelast ignoriert, ignoriert die Statik.

Welche Faktoren bestimmen die Kosten am stärksten?

In dieser Reihenfolge: die Schneelast des Standorts, die Spannweite und die Frage nach der mittleren Stütze, der Untergrund und damit die Fundamentart, die Anzahl überdeckter Plätze, die Photovoltaikleistung mit Elektroinstallation, die Ladeinfrastruktur und schliesslich das Bewilligungsverfahren.

Lohnt sich ein Solarcarport?

Das entscheidet der Eigenverbrauchsanteil, nicht die Modulleistung. Eingespeist bringt eine Kilowattstunde den Rücklieferpreis, selbst verbraucht spart sie den vollen Bezugstarif. Weil unter dem Carport der grösste steuerbare Verbraucher des Haushalts parkiert, ist dieser Anteil hier höher als bei einer reinen Dachanlage. Mehr dazu unter Eigenverbrauch.

Warum sind zwei Offerten so schwer vergleichbar?

Weil sie oft nicht dasselbe enthalten. Am häufigsten fehlen die Grabarbeiten zum Verteiler, das Baugesuch und die statische Berechnung. Prüfen Sie, ob alle Positionen einzeln aufgeführt sind.

In zwei Schritten zu Ihrer Zahl

Zuerst die Werte Ihres Standorts — Schneelast, Lastklasse, Solarertrag. Dann die Offerte, gerechnet auf Ihre Parzelle und Ihre Konfiguration.

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Diese Seite nennt bewusst keine Preise. Die Bandbreite der Schneelast-Richtwerte stammt aus unserem eigenen Atlas, berechnet nach SIA 261 für 2690 Ortschaften der Deutschschweiz. Alle übrigen Angaben sind qualitativ und beschreiben Kostentreiber, keine Beträge.

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